Den Kontakt im Hopfendorf zu fördern und das Miteinander zu pflegen – das sind die zwei wichtigsten Hintergründe des mittlerweile zum 4.Mal organisierten „Stodlzauber“. Die örtlichen Vereine Tettenwangs mit Feuerwehr, Frauenbund, Landjugend und Obst- und Gartenbauverein hatten den Hof des Dorfgemeinschaftshauses in der Schulstraße 10 in der Ortsmitte mit Fichtenbäumchen und den vereinseigenen Holzblockhütten festlich geschmückt. Bei Einbruch der Dunkelheit fanden sich bereits die ersten Gäste ein, die sich bis kurz vor Mitternacht abwechselten. Die „Feier zwischen den Jahren“ hat sich mittlerweile fest im Dorfkalender etabliert, denn das Schöne daran ist, dass sich alle vier Ortsvereine aktiv daran beteiligen. „Wie schön ist es, sich nach den Weihnachtsfeiertagen mit den Dorfbewohnern zu treffen und sich auszutauschen“, so viele der Besucher, die nicht nur aus Tettenwang, sondern auch von den umliegenden Ortschaften kamen. Fanden die ersten zwei „Stodlzauber“ beim örtlichen Gemeindestadel an der Sternstraße statt, so haben sich die Verantwortlichen des Dachvereins Tettenwang seit 2022 für das Dorfgemeinschaftshaus ausgesprochen. „Im Hof des DGH haben wir von Strom bis Toiletten alles, was unsere Gäste benötigen“, so Dachvereinsvorsitzender Bernhard Eberl.
Anlaufstelle für die kulinarischen Köstlichkeiten waren die bewährten und geschmückten Holzblockhütten der Dorfgemeinschaft. Kulinarisch verwöhnte der Frauenbund mit deftigem Essen, wie Bratwurstsemmeln, Pommes und zum ersten Mal einen Wildburger. Jäger Robert Kraus grillte Stundenlang ein Wildschwein, welches mit Rotkraut-Salat, einem Kräuter-Schmand-Dipp und Preiselbeeren in einer Bauernsemmeln lecker angeboten wurde. Dazu servierte die Feuerwehr süffige Kaltgetränke. Super angekommen waren die 80 Liter selbstgebrautes Weihnachtsbier von Josef Schmidtner. Wer es süßer wollte, wurde mit Crêpes mit Zimt-Zucker, Marmelade, Nutella oder Nutella-Banane vom Obst- und Gartenbauverein bestens bedient. Dazu gabs Glühwein, Glühgin oder Kinderpunsch – alles zu fairen Preisen. Neben dem Wildburger fanden die 60 Portionen Apfelstrudel mit Vanillesoße reißenden Absatz. OGV-Vorsitzender Reinhard Eberl hatte diesen mit seiner Frau Silvia vorbereitet und gebacken – ein Genuss! Gut hatte das Wetter am Freitagabend mitgespielt, denn es war trocken und Dank des derzeitigen Vollmonds hell. Ein neuer Heizschirm wurde für das Dorfgemeinschaftshaus extra angefertigt und ist jetzt jedes Jahr beim Stodlzauber im Einsatz. Wem es aber am Festgelände zu kalt wird, der konnte sich in den Räumen der örtlichen Landjugend aufwärmen und sich in der Bar gemütlich verwöhnen lassen. „Es ist schön, dass alle Vereine gemeinsamen einen guten Job machen und damit alle Dorfbewohner – auch die Kleinen – Möglichkeit zu einem ungezwungenen Beisammensein und geselligen Miteinander haben“, so der Großteil der freudigen Besucher.