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Schafkopfturnier zum Abschluss des Schafkopfkurses

17. März 2024

Spiel um Wenz und Solo mit 12 Nachwuchsspielern/Abschlussturnier im Schulhaus

In früheren Zeiten hatte das Schafkopfspielen in ganz Bayern einen großen Stellenwert und gilt seit jeher als die „Mutter des Trumpfspiels“. So treffen sich beim Stammtisch Tettenwang und beim wöchentlichen Gesellschaftstag im „Schulhaus“ Freunde des Schafkopfspiels. Aufgrund immer weniger Gastwirtschaften und Stammtischen, in denen das Karteln auch nicht gern gesehen wird, nimmt die Anzahl der Schafkopffreunde leider seit Jahren kontinuierlich ab. Um diesem negativen Trend entgegenzutreten, startete der Dachverein Tettenwang am letzten Wochenende einen vierwöchigen Schafkopfkurs. „Wir freuen uns sehr, dass sich so viele interessierte Dorfbewohner zu dem Schafkopfkurs entschieden haben“, so die Dachvereinsvorsitzenden Bernhard Eberl und Kai Stopfer.

Schafkopfen seit 200 Jahren bekannt

Der Ursprung des Namens Schafkopf ist bis heute umstritten. Eine Theorie besagt, dass früher das Kartenspiel auf Fässern ausgetragen wurde. Diese wurden „Schaff“ und ihre Deckel „Kopf“ genannt. Zusammengesetzt ergibt sich hieraus die bis Ende der 60er-Jahre gängige Schreibweise Schaffkopf statt Schafkopf. Das erste gedruckte und bis zum heutigen Tag erhaltene Schafkopf-Regelwerk stammt aus dieser Zeit. Fakt ist: Schafkopf ist ein traditionelles deutsches Kartenspiel und eines der beliebtesten und verbreitetsten Kartenspiele Bayerns und angrenzender Regionen. Immer wieder herrscht im Volksmund die Meinung, Schafkopf sei ein Glücksspiel – das ist nicht richtig, denn im Gegensatz zu manch anderem Kartenspiel zählt das Schafkopfen zu den sogenannten Geschicklichkeitsspielen. „Der Spielausgang beim Schafkopf ist mehr vom Können des Spielers abhängig als von Elementen des Zufalls bestimmt“, bestätigt einer der Trainer Sebastian Schmailzl, der sich seit vielen Jahrzehnten mit Leidenschaft dem Schafkopfspiel widmet.

Rufspiel, Wenz, Solo und Tout

Knapp zwei Dutzend Frauen und Männer fanden sich am Freitagabend zum ersten Abend des Schafkopfkurses im Dorfgemeinschaftshaus ein. Kai Stopfer, der Vizevorsitzende des örtlichen Dachvereins, hieß alle Teilnehmer auf das herzlichste willkommen. Zum Auftakt startete er eine umfassende Einführung in das beliebte Schafkopfspiel. „Im üblichen wird in unserer Gegend der Schafkopf mit der kurzen Karte gespielt, d.h. mit 24 Karten in den Farben Eichel, Gras (Grün), Herz und Schellen“, so Stopfer. Zu den Karten jeder Farbe mit den folgenden Punkgehören die Sau (Ass) mit elf Punkten, dem Zehner mit zehn Punkten, dem König mit vier Punkten, dem Ober mit drei und dem Unter mit zwei Punkten - der Neuner bringt keine Punkte. Alle 24 Karten zusammen ergeben somit 120 Punkte. Bis auf wenigen Ausnahmen ist ein Spiel gewonnen, wenn 61 Punkte in den Stichen der Siegerpartei sind. Es gibt drei unverzichtbare Arten von Spielen: das Rufspiel, der Wenz und das Solo. Beim Rufspiel (im Volksmund Sauspiel genannt) spielen jeweils zwei Spieler gegen die zwei anderen in der Vierrunde. Trumpf beim Rufspiel ist immer Herz. Gespielt wird mit der „Alten“ (Eichelsau), der „Grünen“ (Grassau) und der „Bumpl“ (Schellensau). Ohne Partner und damit als Einzelspieler wird beim Geier, beim Wenz und Farbwenz sowie beim Solo gespielt. Beim Wenz sind nur die vier „Unter“ Trümpfe, und zwar mit der Rangfolge Eichel, Gras, Herz und Schellen. Beim „Farbwenz“ ist zusätzlich noch eine Farbe Trumpf, somit gibt es neun Trümpfe. Beim „Geier“ sind nur die vier „Ober“ Trumpf, wie in der Reihenfolge beim Wenz. Wenz und Solo sind Einzelspiele, bei dem ein Spieler gegen die drei anderen zu gewinnen versucht. Die höchsten Trümpfe beim Solo sind die „Ober“ und dann die „Unter“ in der Rangfolge ihrer Farben, nämlich Eichel, Gras, Herz und Schellen. Beim „Solo“ bestimmt der Alleinspieler die Trumpffarbe. Nach den „Obern“ und „Untern“ ist die Rangfolge bei der Trumpffarbe, aber auch bei den anderen Farben Sau, Zehner, König und Neuner. Die höchste Wertsteigerung beim Schafkopf ist ein „Solo Tout“. Dabei muss der Alleinspieler alle Stiche machen und so alle 24 Karten auf sich vereinen. Wir die „Lange“ mit 32 Karten gespielt und hat ein Spieler alle „Ober“ und „Unter“ auf der Hand, dann spricht man vom äußerst seltenen „Tout Sie“. Die ganze Rangfolge beim Schafkopf ist somit: Solo Tout – Wenz Tout – Farbwenz Tout – Geier Tout – Solo – Wenz – Farbwenz – Geier – Rufspiel.


61 Punkte gewonnen - Schneider & Schwarz

Gespannt verfolgten die gut ein Dutzend Nachwuchsspieler die Ausführungen von Kai Stopfer, aber als es dann endlich mit dem ersten Spiel los ging, kehrte eine ganz besondere Stimmung an den Tischen ein. Das eigentliche Spiel begann nach dem Abheben des Kartenstapels mit dem Ausgeben von jeweils sechs Karten an jeden Mitspieler. Zur besseren Verständigung wurden die Karten offen ausgelegt. Im Uhrzeigersinn erklärten einer nach dem anderen, ob er ein Spiel habe. „Ich spiele" – hieß es gleich beim ersten Spieler – und der dritte Spieler sagte: „Ich spiele auch“. Die beiden anderen Spieler sagten „Weiter". So waren die Schiedsrichter schon beim ersten Spiel gefordert. Schließlich muss der Erstmeldende sein Spiel bekanntgeben. Will der Voransitzende aber kein Sauspiel machen und lieber selber alleine spielen, so nennt er sein Einzelspiel, wie z.B. Geier, Wenz oder Solo. Und so waren die Teilnehmer begeistert über den Spielablauf, welches der erste Spieler schließlich für sich entscheiden konnte, indem er 95 Punkte erzielte. So waren die Mitspieler gleich „Schneider“, weil sie die erforderliche Punktezahl von 30 erzielten. Ganz anders verlief das zweite Spiel: Da sich niemand bereit erklärt zu spielen, wurde nach den Schafkopfregeln „Zusammengeworfen“. „Im Echtfall kommt hier von jedem Mitspieler ein bestimmter Betrag in den „Stock“ und neue Karten werden ausgegeben“, so die Schiedsrichter. Kommt dann ein Spiel zustande, erhalten die beiden Gewinner des „Sauspiels“ den Stock je zur Hälfte. Der Einzelgewinner könnte den „Stock“ alleine für sich in Empfang nehmen. Verliert diese jedoch das Spiel, muss er allein den Stock „verdoppeln“. Im weiteren Spielverlauf wird stets von demjenigen ausgespielt, der den vorhergehenden Stich machte. Beim Zuwerfen muss, wenn dies möglich ist, Farbe oder Trumpf zugegeben werden. Wer die ausgespielte Farbe nicht hat, kann entweder Trumpf zuwerfen, stechen oder auch ein Blatt einer anderen Farbe zugeben. Ein Stich besteht aus je einer Karte der vier mitspielenden Personen. Der Stich gehört demjenigen, von dem die höchste Karte der ausgespielten Farbe stammt. Wird Trumpf ausgespielt, so gehört der Stich dem Spieler, der die höchste Trumpfkarte gebracht hat. Nach Ablauf eines jeden Spiels wird festgestellt, wie viel Punkte jede der beiden Parteien erzielt hat. Daraus ergibt sich, wer wie hoch gewonnen hat. Hat eine Partei zwischen 61 und 90 Punkte erreicht, so hat sie das Spiel einfach gewonnen. Haben beide Parteien 60 Punkte, so verliert die Partei mit dem Spielmacher. Hat eine Partei 91 oder mehr Punkte, so hat sie "Schneider" gewonnen. Der Nicht-Spielmacher-Partei genügen 90 Punkte zum Sieg mit Schneider. Hat eine Partei alle acht Stiche gemacht, so hat sie "Schwarz" gewonnen. Die üblichen Preise beim bayrischen Schafkopf können frei vereinbart werden. Als Anhaltspunkt für eine vernünftige Relation der verschiedenen Preise untereinander gilt: ein Rufspiel kostet 10 Cent, ebenso Schneider und Schwarz. „Laufende“ ab drei kosten ebenso 10 Cent. 50 Cent erhält der Sieger von jedem der drei Mitspieler beim Wenz, Geier oder Solo. Richtig teuer wird’s beim Tout mit beispielweise drei Obern, Schneider und Schwarz: 50 Cent für das Spiel, 30 Cent für die drei Ober, je 10 Cent für Schneider und Schwarz und dann doppelt beim Tout ergibt somit zwei Euro je Person.


Stoß – Spritze oder Kontra verdoppelt den Spielpreis

„Trotz strenger Regeln verläuft jedes Schafkopfspiel anders“ – erzählen die erfahrenen Schafkopfer und Schiedsrichter Matthias Brunner, Georg Haunschild, Bernhard Hegenberger und Stefan Koch vom Tettenwanger Dachverein. Schon nach dem ersten Abend kann als Resümee gezogen werden, dass Schafkopfen ein sehr vielseitiges Spiel ist, bei dem es gilt, möglichst viel Erfahrung zu sammeln und so aus Fehlern zu lernen. Die elf Nachwuchsspieler der örtlichen Landjugend sowie auch vier Erwachsenen, darunter zwei Frauen, zeigten sich sehr erfreut, mit den Profis zu spielen und so wichtige Erfahrungen zu sammeln. Und damit die Gemeinschaft untereinander noch besser gefördert werde, wechseln die Spieler an jedem der acht Kursabende die Kartentische. „So lernen sich die Spieler besser kennen und spüren, wie jeder sein persönliches Spiel macht“, freut sich Kai Stopfer vom Dachverein. Dass auch beim Schafkopfen – wie im echten Leben – nicht alles reibungslos verläuft und der Gegner versucht, mit Geschick das Spiel für sich zu gewinnen, haben die Teilnehmer ebenso erlebt. Wenn ein Gegner glaubt, dass die Spielerpartei die zum Spielgewinn erforderlichen Punkte nicht erreichen wird, so kann er "stoßen" ("Spritze" geben, "Contra" sagen). Der Stoß ist zu Beginn des Spiels zu erklären, wann genau, wird über die Regeleinstellungen festgelegt. Wenn es die Regeleinstellungen erlauben, können sowohl der Spielmacher als auch sein Mitspieler einen Stoß mit einem Gegenstoß (auch „Re“ genannt) beantworten. Nun wiederum kann ein Spieler der Gegenpartei mit Supra nochmals steigern. Dass der Wandel in den letzten Jahren auch beim Schafkopfen nicht Halt gemacht hat, beweist die Teilnahme von fünf Frauen unter den Kursteilnehmern. Längst ist Schafkopfen nicht nur mehr reine Männersache! Das Fazit am ersten Abend fiel gemischt aus: „Auf dem ersten Blick ist Schafkopf leicht zu lernen, aber schwierig wird es bei der Ausführung“, so die Teilnehmer. Deshalb wollen die Verantwortlichen des Dachvereins im Schafkopfkurs vielen die Möglichkeit zum Einstieg geben. „Wir haben genügend aktive Schafkopfer, welche den Kursteilnehmern mit fachlichem Rat beim vierwöchigen Kurs als Helfer zur Seite stehen“, freuen sich die Organisatoren.

Interviews mit Teilnehmern

 

Kai Stopfer (Cheforganisator): „Vor fünfzehn Jahren habe ich im Dorf einen Schafkopfkurs besucht und habe seit dieser Zeit viel Erfahrungen in diesem schönen Spiel gemacht. Beim Schafkopf brauchst du Geduld und natürlich eine gute Karte. Das Wichtigste ist allerdings die Übung! Deshalb sollte man möglichst regelmäßig spielen, um das Erlernte weiter zu forcieren“.

Martin Wittich: „Da ich bisher nur Watten spiele, möchte ich jetzt die Chance nutzen, bei uns im Schulhaus das Schafkopfen zu erlernen. Wir sind ein Dutzend Freunde unserer Landjugendgruppe und kennen uns seit vielen Jahren. So können wir künftig auch regelmäßig im Schulhaus Schafkopf spielen – ich freue mich darauf!“

 

Susanne Stopfer: „Ich kenne Schafkopfen seit vielen Jahren, da in unserer Familie mein Mann und unser Opa leidenschaftlich spielen. Zusammen mit meinem Sohn Josef will ich durch diesen Kurs erste Erfahrungen machen und das Schafkopfen erlernen. Vielleicht können wir dann schon an Ostern unseren ersten Schafkopfabend in der Familie spielen“.

 

Edith Koch: „Mein Interesse am Schafkopfspielen ist groß, da mein Mann und mein Sohn bereits spielen. Es ist schön, wenn man in der Familie oder im Freundeskreis zusammenkommt und neben Brettspielen auch Schafkopfen spielen kann. Nach der ersten Übungsrunde muss ich aber feststellen, dass es viel Hirnschmalz braucht und ich mir das einfacher vorgestellt habe. Ich bin gespannt, wie es weiter geht“

 

Josef Stopfer: „I tats Schafkopfa gern kinna, damit ich mit meinen Freunden regelmäßig spielen kann. Auch zuhause möchte ich dann mit meinen Eltern und meinem Opa Schafkopf spielen. Ganz ohne Vorkenntnisse bin ich nicht hier, da ich mir bereits im Vorfeld erkundigt habe.


Sebastian Schmailzl (Trainer): „Seit meiner frühesten Kindheit bin ich mit Schafkopfen aufgewachsen. Unser Vater hat mir und meinen Geschwistern das Spiel erlernt. Regelmäßig spiele ich beim wöchentlichen Stammtisch und gehe auch gern auf Schafkopfturniere in der näheren Umgebung. Noch gut kann ich mich erinnern, als ich das Turnier beim Volksfest in Riedenburg gewonnen habe“.

 

Bogenberger Sebastian: „Bisher habe ich keine Erfahrungen im Schafkopfen, aber ich kenne Watten. Mich reizt es, dass Schafkopfen zu erlernen, damit ich mit meinen KLJB-Freunden regelmäßig spielen kann. Ich finde es sehr gut, dass unser Dachverein so einen Schafkopfkurs anbietet“.

von Bernhard Hegenberger

28. Februar 2025
„Super schee wars“ – so das Fazit der tollen Weiberfasching 2025 im Landgasthof „Zum Gaulwirt“ in Tettenwang. Mit engagiertem Einsatz trug das Musikerduo „Black & White“ maßgeblich zur bombastischen Stimmung bei. Rund 130 maskierte Frauen vergnügten sich in tollen Kostümen und schwangen kräftig das Tanzbein. Nach der Begrüßung durch Claudia Kraus folgte eine Einlage des Frauenbund-Vorstandsteams. Keine Grenzen kannte der Ideenreichtum der tollen Maschkerergruppen, welche bei der Maskenprämierung besonders gewürdigt wurden. „Die jungen und die alten Hasen“ stellte die heimische Gruppe Hecker aus Tettenwang dar. Die Landjugend-Mädels kamen als „Piratinnen“. Die Mitglieder des benachbarten Frauenbunds Hagenhill zeigten sich als „M+M´s“, eine Gruppe aus Berghausen/Altmannstein traten als „Cowgirls“ auf. Aus Meihern/Deising kamen „Engerl & Teuferl“ – und aus dem Nachbardorf Hexenagger marschierten echte „Hexen“ ein. Die meistern Maschkerer hatten sich an das diesjährige Motto „Holt´s eure alten Kostüme wieder raus“ gehalten und hatten dabei ganz viel Spaß. Dankeschön für 40 Jahre Weiberfasching Höhepunkt des Abends war sicherlich die Showeinlage des örtlichen Frauenbundzweigvereins. 17 Frauen und Mädels wirkten bei dem sehens- und hörenswerten „Rückblick auf 40 Jahre Denwanger Weiberfasching“ mit, bei dem sich das Vorstandsteam in einer Teamsitzung trafen, um das Thema zu besprechen. Dieses Jahr ist es äußerst schwierig ein geeignetes Motto zu finden, weil es in den zurückliegenden vier Jahrzehnten nahezu alles gab. Während der Sitzung wurden alle Themen erwähnt und Bilder von den Auftritten gezeigt. So spielten die Akteure fünf alte Filme nach: Film eins zeigte James Bond und Bimbo. Im Film zwei tanzten die Hula-Mädchen aus Waikiki unter Hawaiianischen Trommelklängen. Im Film drei spielten „The Weather Girls“ das Stück „It´s raining Men“. „Papageno & Papagena“ trumpften im Film vier auf. Und schließlich ging es im Film fünf „Zurück in die Steinzeit“. Aus diesen fünf Filmen heraus entstand final ein Tanz von den „Denwanger Cowgirls 2.0“ zur Musik vom „Cotton Eye Joe“. Die applaudierenden Zuschauerinnen forderten lautstark Zugabe. Spontan kam vom ausrichtenden Frauenbund das live gesungene „Wir sagen Dankeschön – 40 Jahre mia Frauen!“ Nach dem Auftritt gab es noch eine Fotoschau auf der Leinwand mit vielen Bildern aus 40 Faschingsjahren. Das reichhaltige Programm des Weiberfasching 2025 endete mit einer großen Tombola mit 300 attraktiven Preisen. Den ganzen Abend war tolle Stimmung und das Parkett war mit vielen Tänzerinnen stets gefüllt – Dank des Duo Black & White, welche für eine super Stimmung bei den 130 Gästen sorgten.
14. Februar 2025
am Mittwoch - 26.03.2025 um 14:00 Uhr im Schulhaus
23. Januar 2025
Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Vereinsmitglieder zur Jahresversammlung im Landgasthof „Zum Gaulwirt“ ein. Informationen aus erster Hand erhielten alle Anwesenden vom OGV-Chef Reinhard Eberl und der Schatzmeisterin Bettina Pöppel über die Aktivitäten der zweitstärksten Vereinigung im Hopfendorf. Zum Auftakt gabs für alle kostenlosen Kaffee sowie leckere Kuchen und Torten, gebacken von den OGV-Vorstandsmitgliedern. Die „Gartler“ sind seit der Gründung des OGV am 20. März 1973 unverzichtbar für die Pflege der dörflichen Anlagen und dem gesellschaftlichen Leben. Nach dem süßen Auftakt startete OGV-Chef Reinhard Eberl mit seinem ausführlichen Tätigkeitsbericht. Alle anwesenden Mitglieder lud er ein, sich zu einer Schweigeminute für die vier seit der letzten Zusammenkunft verstorbenen Vereinsmitglieder von den Plätzen zu erheben. Der OGV freute sich über neun neue Mitglieder, wodurch die Mitgliederzahl auf den Vereinsrekord von 213 stieg. Anschließend zeigte Reinhard Eberl die zahlreichen Aktivitäten auf. Monatliche Backaktion Am monatlichen Backtag zauberten die Vereinsmitglieder Rahmfleckerl, Brezen, Muffins, Pizzas, Zimtschnecken, Apfelstrudel sowie Bauernbrot. „Aus der Restwärme gab es butterweiche Krustenbraten“, schwärmte Eberl und lud zu den regelmäßigen Backtagen am 1. Samstag im Monat ein der auch 2025 weitergeführt wird. Rege angenommen wurde die Ablagerung von Baumschnitt am der Jagdhalle in den vergangenen Jahren, deshalb wird die Häckselaktion auch 2025 vom 1. März bis 1. April angeboten. Der OGV-Chef bedankte sich bei den fleißigen Helfern, die bei hochsommerlichen Temperaturen im Juli Brennholz für den Dorfbackofen machten. 20 Holzbankerl in Tettenwangs Fluren Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Marktgemeinde Altmannstein konnten in den letzten Jahren zahlreiche Holzbänke aufgestellt werden. Äußerst gut angenommen wurde die erste Bankerlwandung Anfang Mai letzten Jahres. Mit Freude verkündete Reinhard Eberl, dass die zweite Runde am Sonntag, den 04. Mai 2025, geplant ist. Großes Lob zollte Eberl dem Pressewart Hegenberger und Beate Rieger für die Dorfhomepage www.tettenwang.info. Das reichgefüllte Jahresprogramm 2024 rundeten die Fackelwanderung am 4. Advent zum 1. Hagenhiller Weihnachtsmarkt und die Beteiligung am „Denwanger Stodlzauber“ kurz vor Jahresende ab. „Es war wohl der bestbesuchte Stodlzauber, denn unser angebotenes Essen mit Schupfnudeln, Bratwürstl und Backschinken war innerhalb weniger Stunden voll vergriffen“, schwärmte Eberl. Der komplette Erlös der Veranstaltung wurde dem Dachverein Tettenwang übergeben, wovon diverse Anschaffungen für die Dorfgemeinschaft geleistet werden. OGV-Kids „Gartenwichtel“ suchen neue Leitung Seit jeher legt der Obst- und Gartenbauverein Tettenwang ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit. „Die Zukunft eines Vereins sind nun mal neue und junge Mitglieder“, so Eberl. Umso schöner, dass die OGV-Kindergruppe unter Leitung von Irene Feigl das Jahr über mit vielen Aktivitäten glänzt. Die langjährige OGV-Kindergruppenleiterin berichtete von sieben Treffen. Irene Feigl appellierte an die anwesenden Vereinsmitglieder um Unterstützung und Ideen sowie um eine Nachfolgerin, an der sie die Leitung übergeben könne. Buntes Jahresprogramm 2025 vorbereitet Sichtlich erfreut zeigt sich OGV-Vorsitzender Reinhard Eberl bei der Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Silvia und Walter Eberl sowie Lilly Schmidtner mit einem Geschenk ausgezeichnet. Für 2025 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter die Häckselaktion, die Bankerlwanderung am 4. Mai, das Gartenfest am 28. Juni und der Vereinsausflug am 20. Juli. Der Jahresabschluss bildet eine Winterwanderung und der Stodlzauber am 29. Dezember.
12. Januar 2025
Sehr gut besucht war der Informationsabend im Dorfgemeinschaftshaus, zu dem der Dachverein Tettenwang in der Winterzeit einlud. Rund vier Dutzend Frauen und Männer waren begeistert von den brandaktuellen Informationen, welche ihnen Kriminalhauptkommissar Klaus Peter Plank von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Ingolstadt in eineinhalb Stunden präsentierte. „Lagern sie auf keinem Fall Geld zuhause“ „Seid herzlich willkommen heute Abend zu dem Fachvortrag“, gab Kai Stopfer, Vizechef des Dachvereins in seinen Begrüßungsworten die Freude über den guten Besuch zum Ausdruck. „Im Alter sicher leben“ – das wollen doch eigentlich alle, und deshalb fanden sich am Freitagabend im „Schulhaus“ zahlreiche Dorfbewohner, vorwiegend Senioren zu diesem interessanten Fachvortrag ein. Der demografischen Entwicklung nach nimmt der Anteil von Menschen im Seniorenalter bis ins Jahr 2060 stark zu. Kein Wunder, dass die Bandenkriminalität in dieser Altersklasse dramatisch zunimmt. Kriminalhauptkommissar Klaus Peter Plank ging in seinem detaillierten, spannenden und äußerst aufschlussreichen Vortrag speziell auf die „Gefahren am Telefon“ und „Gefahren an der Haustür“ ein. „Es kommt vielfach auf die körperlichen oder geistigen Einschränkungen der ausgesuchten Opfer an“, meinte Plank, „denn die Gauner sind Profis und sie machen nichts anderes, das ist ihr Job“, schilderte Plank die organisierte Bandenkriminalität. Insbesondere haben es die Gauner auf das persönliche Vermögen abgesehen, dass vielfach im Alter zunimmt. „Lagern sie auf keinem Fall Geld zuhause“, appellierte der Kriminalhauptkommissar den interessierten Zuhörern. Aber wie gehen eigentlich die Gaunerbanden vor? „Der Weg der Einbrecher ins Haus ist oft das Schlafzimmer“, ergänzte der Polizeibeamte. Stark im Zunehmen sind die Gefahren am Telefon mit Versprechen von Gewinnen dem sogenannten Callcenter-Betrug. Zudem weisen sich immer mehr Betrüger als falsche Polizeibeamte aus. Trotz Aufklärung passieren täglich Enkeltricks, der sog. Schock per Telefon, bei dem die Banden die Angerufen mit Schreckensereignissen, wie Unfall oder Krankenhaus konfrontieren. „Die Täter benutzen immer wieder angepasste modernste Technik“, klärte Plank auf. Dabei nutzen die Täter Daten aus dem Telefonbucheintrag. Stark zugenommen hat auch der Online-Anlagebetrug, bei dem die Betrüger die Opfer durch Anzeigen ermutigen, durch vorgefasste Websites in Aktien, Kryptowährungen etc. zu investieren. Dabei wird eine angebliche Rendite vorgeschwärmt, welche das Leben nachhaltig positiv beeinflussen können. „Seien sie wachsam, wenn hohe Gewinne bei geringem Risiko versprochen wird (sog. „Geheimtipp“). Seien sie vorsichtig, wenn ihnen Dienste persönlich angeboten werden. Erlauben sie niemals einen Fernzugriff auf ihren PC und geben sie niemals Passwörter etc. bekannt“, riet der Kriminalhauptkommissar eindringlich. Achtung: „Falsche Polizeibeamte“ Stark im Zunehmen ist das Kriminalitätsphänomen „Falsche Polizeibeamte“ und „Falsche Handwerker“. Dabei meldet sich ein Täter meist vorab telefonisch bei seinen Opfern. Er gibt sich als Polizeibeamter aus und berichtet, dass in der Nähe der Wohnung der Angerufenen vor kurzem eingebrochen wurde. Bei den inzwischen festgenommenen Tätern habe man ein Notizbuch oder ähnliche Aufzeichnungen aufgefunden, in denen die Adresse des Angerufenen vermerkt sei. Die Polizei befürchte nun, dass auch dort nun eingebrochen werden soll oder ein Einbruch bereits stattgefunden hätte. Während des Telefonates werden die Opfer unauffällig über Vermögensverhältnisse, Kontodaten und in der Wohnung befindliche Wertgegenstände befragt. In einem weiteren Schritt werden die Geschädigten aufgefordert, ihr gesamtes Vermögen von den Konten abzuheben, da bei dem zuvor genannten Geldinstitut ein Mittäter eines festgenommenen Einbrechers beschäftigt sei. Um das eigene Vermögen zu schützen, empfehlen die Täter, das Geld über Zahlungsdienstleister ins Ausland zu transferieren. In einigen Fällen wird auch eine persönliche Abholung vorgeschlagen, um das Geld so „in Sicherheit“ zu bringen „Wie können wir uns davor schützen“, so die Frage aus dem Publikum. Die Antwort des Kriminalhauptkommissars war eindeutig: „Grundlegende Selbstüberprüfung, ständige Information und Nutzung sozialer Kontakte“. Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis und per Videos verdeutlichte Klaus Peter Plank die Vorgehensweise der Bandenbetrüger, deren Machenschaften stetig brutaler werden. „Bleiben sie informiert, interessiert und gehen sie stets besonnen vor!“ – appellierte Plank an die Zuhörer. Die gestellten Fragen beantwortete er gekonnt mit fachlichem und professionellem Rat. „Das war ein äußerst gewinnbringender Abend in schöner Runde“ – so die absolut positiven Rückmeldungen der Besucher.
10. Januar 2025
Ministranten waren auch in der Pfarreri St.Bartholomäus Tettenwang unterwegs von Haus zu Haus als Sternsinger und brachten den Segen in die 125 Häuser des Dorfes und der Weiler Althexenagger, Bruckhof und Ziegelstadel. Von den Dorfbewohnern erhielten die heiligen Dreikönige mit Sternträger Spenden für Kinderprojekte in verschiedenen Ländern und Süßigkeiten für ihren wertvollen Dienst. Insgesamt sammelten die Sternsinger den stolzen Betrag von 1.475,80 Euro. Unser Bild zeigt die Sternsinger zusammen mit Pfarrer Wolfgang Stowasser in der mit Christbäumen geschmückten Pfarrkirche.
3. Januar 2025
Kulinarische Köstlichkeiten der Dorfvereine / Gäste aus Nah und Fern begeistert
31. Dezember 2024
Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder im Winter - der Obst- und Gartenbauverein Tettenwang ist das ganz Jahr über aktiv. Die diesjährige Winterwanderung führte die Mitglieder des OGV in die Nachbarortschaft Hagenhill. Ziel war der Weihnachtsmarkt, welchen die Hagenhiller zum ersten Mal mit allen Vereinen am Feuerwehrhaus veranstaltete. Gut 30 OGV-Mitglieder von jung bis alt trafen sich am Samstagnachmittag um 17 Uhr vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Tettenwang zum Abmarsch. Nach dem Entzünden der Fackeln, ging es hell erleuchtet auf direktem Weg über die Teerstraße in das gut zwei Kilometer entfernte Hagenhill. Anfängliche Überlegungen, über die Fluren die Strecke zu bewältigen, scheiterten leider an dem nassen Untergrund der Feldwege. Nach einer Gehzeit von gut einer Stunde kamen die Wanderer schließlich am Dorfplatz in Hagenhill beim Feuerwehrhaus an. Anschließend ließen sich die hungrigen Tettenwanger die köstlichen Spezialitäten vom Holzbackofen, Gulaschsuppe und Würstelsemmeln schmecken. Natürlich durfte ein heißer Glühwein oder Kinderpunsch nicht fehlen. Als Nachtisch gab es noch selbstgebackene Kuchen im Feuerwehrhaus. Spannend wurde es bei der Tombola, bei dem ein Christbaum als Hauptpreis ausgelobt wurde. Die Erlöse des Festes werden einem wohltätigen Zweck gespendet. Leider ohne Christbaum, aber mit guter Laune im Gepäck, machte sich die eine Gruppe zu Fuß zurück auf den Heimweg, der Rest brach nach ein paar schönen Stunden mit Ihren zuvor geparkten Autos wieder zurück nach Hause auf. OGV-Vorstand Reinhard Eberl freute sich sehr über die zahlreiche Teilnahme.
25. Dezember 2024
am Freitag - 28.03.2025 ab 19 Uhr im Schulhaus
24. Dezember 2024
am Samstag - 05.04.2025 ab 11 Uhr am Dorfbackofen
24. Dezember 2024
am Mittwoch - 30.04.2025 um 14:00 Uhr im Schulhaus
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